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Vom 24. bis zum 27. Mai 2016 fand der 119. Deutsche Ärztetag in Hamburg statt. Auf der jährlichen Hauptversammlung der Bundesärztekammer werden regelmäßig aktuelle Themen besprochen, die dann auch oft von der Politik aufgegriffen werden..

Die heiß diskutierte Landarztquote wurde von den Delegierten abgelehnt. Grund hierfür ist, dass nur die wenigsten Bewerber schon vor dem Medizinstudium konkrete Zukunftspläne haben. Die meisten können nicht einschätzen, welche Fachrichtung sie später einschlagen wollen oder in welcher Region sie später arbeiten möchten. Außerdem wäre eine Begünstigung der Bewerber, die sich zum späteren Landarzt verpflichten, ungerecht. Auch der Vorschlag, im Praktischen Jahr einen Pflichtabschnitt in der Allgemeinmedizin einzuführen, wurde abgelehnt. Der Ärztetag fordert, sich zunächst auf die bereits angeschobenen Maßnahmen und deren Wirksamkeit zu konzentrieren.

„Ich finde, das Fach Allgemeinmedizin muss aus sich heraus begeistern“,
Joachim Szecsenyi, Allgemeinmediziner und Heidelberger Professor

Mehr Studienplätze für Medizinstudenten!

Zur Bekämpfung des Hausärztemangels sind mehr Lehrstühle für Allgemeinmedizin und mehr Ausbildungsmöglichkeiten in den Arztpraxen erforderlich. Der Ärztetag fordert eine Erhöhung der Studienplatzkapazitäten sowie die Abschaffung von Teilstudienplätzen für Mediziner. Hierzu muss allerdings zunächst die finanzielle Förderung der Universitäten und Lehrpraxen sichergestellt werden.

Außerdem sprach man sich dafür aus, beim „Masterplan Medizinstudium 2020“ den Fokus nicht ausschließlich auf die landärztliche Versorgung und ihre Versorgungsengpässe zu richten. Ziel müsste vielmehr eine Verbesserung der Ausbildung insgesamt sein. Doch wie soll das konkret aussehen? Man möchte weg vom stupiden Auswendiglernen massiger Texte. Es ist an der Zeit für eine praxisbezogene und interaktive Lehre. Dazu gehören fallorientiertes Arbeiten und problemorientiertes Lernen. Auch die Einbindung Studierender und Auszubildender anderer Gesundheitsberufe soll berücksichtigt werden. Damit soll die interdisziplinäre Kommunikation miteinander geschult werden und schon frühzeitig ein Verständnis für klinische Abläufe vermittelt werden. Hierzu gibt es bereits einige Modell-Studiengänge, beispielsweise in Berlin.

Der Numerus Clausus verliert an Bedeutung!

Im Masterplan Medizinstudium 2020 geht es allerdings nicht nur um das Medizinstudium selbst. Auch die Kriterien zur Vergabe von Medizinstudienplätzen gehören dazu und sollen geändert werden. Bisher ist der Numerus Clausus (NC) in Deutschland DAS Kriterium schlechthin. Künftig sollen allerdings psychosoziale Kompetenzen, soziales Engagement und einschlägige Berufserfahrung der Bewerber stärker berücksichtigt werden. Aber auch diese Änderung ist kostenspielig.

Die Diskussionen um den „Masterplan Medizinstudium 2020“ werden wohl weiterhin anhalten. Bis die Studienplätze tatsächlich ausgebaut sind, werden sich die Wartezeiten in Deutschland nicht oder nur kaum ändern. Wer keine Zeit zu verlieren hat und den jetzigen Aufnahmekriterien entgehen möchte, kann ein Medizinstudium im Ausland in Betracht ziehen. Das Team von medigate steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite – fragen Sie unverbindlich an!

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