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Infografik: Das Medizinstudium in Bulgarien

Infografik Medizinstudium in Deutschland

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Das Medizinstudium in Bulgarien

Derzeit kann man Humanmedizin in Bulgarien an fünf staatlichen Hochschulen studieren, an vier dieser Universitäten in englischer Sprache. Die Vergabe der Studienplätze erfolgt, anders als in Deutschland, nicht nach einem Vergabesystem, das auf dem Numerus clausus aufbaut. Demnach haben also auch Bewerber eine Zulassungschance, die in Deutschland verzweifelt auf der Suche nach einem Studienplatz sind. Es gibt dafür allerdings andere formale Voraussetzungen, die in Bulgarien erfüllt sein müssen. Diese einzelnen Voraussetzungen für unsere Partner-Universitäten haben wir in den jeweiligen Uniprofilen aufgelistet bzw. senden Ihnen diese gerne als Teil unseres Infopakets zu.

Im Folgenden möchten wir Ihnen den Aufbau des Medizinstudiums erklären, der bei den bulgarischen medizinischen Universitäten mehr oder weniger identisch ist.

Gliederung des Medizinstudiums in Bulgarien

Der Aufbau des Medizinstudiums an den bulgarischen Universitäten ähnelt sich. Dennoch ist es ratsam, die Curricula in der Studienortswahl zu berücksichtigen, sofern der Wunsch besteht, nach dem Vorklinikum oder Klinikum nach Deutschland zurückzukehren. Für eine Rückkehr müssen nämlich die belegten Module im Ausland äquivalent zu den deutschen Modulen sein, damit das Weiterstudieren reibungslos funktioniert. Es empfiehlt sich daher auf jeden Fall vor einem Wechsel aus dem Ausland frühzeitig zu prüfen, ob und wie die erbrachten Leistungen an einer deutschen Universität anerkannt werden können.

In Bulgarien ist das Medizinstudium thematisch ähnlich wie das deutsche Medizinstudium aufgebaut, jedoch mit einigen Besonderheiten. Das Studium wird zwar auch in bestimmte fachliche Abschnitte unterteilt, jedoch nicht in feste Bereiche wie Vorklinik, Klinik und Praktisches Jahr. Darüber hinaus fallen die ärztlichen Prüfungen weg, die in Deutschland abgelegt werden müssen. Somit entfällt auch das in Deutschland von vielen Studenten mit Furcht erwartete Physikum und es gibt keine geregelte Gliederung mit festen Regelstudienzeiten wie im deutschen Medizinstudium.

Ablauf der ersten vier Semester

In den ersten vier Semestern sollen die Medizinstudenten vor allem eine Qualifikation in den fundamentalen naturwissenschaftlichen Fächer erreichen. Der angehende Mediziner soll mit dem nötigen naturwissenschaftlichen Rüstzeug ausgestattet werden, das zum weiterführenden Verständnis der späteren Semester dient. Darüber hinaus muss an den meisten Universitäten ein Bulgarisch-Kurs besucht werden, der auf die späteren Patientengespräche vorbereiten soll. Das Erlernen der bulgarischen Sprache ist also ein fundamentaler Baustein der ersten Semester und des Medizinstudiums an sich – aber keine Voraussetzung zu Beginn des Studiums.

Die Reihenfolge der Module ist von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich, allerdings werden meist folgende Kernbereiche abgedeckt:

  • Biologie
  • Chemie
  • Physik
  • Anatomie und Histologie
  • Latein
  • Physiologie
  • Biochemie
  • Bulgarisch

In der Regel werden mündliche und/oder schriftliche Prüfungen ohne Versuchsbegrenzung abgelegt. In Plovdiv und Sofia gibt es jeweils noch eine Besonderheit. In Plovdiv wird ein Intensiv-Sprachkurs Bulgarisch innerhalb der ersten Wochen angeboten. Es muss also, im Gegensatz zu den anderen bulgarischen Universitäten, kein Modul „Bulgarisch“ belegt werden. In Sofia werden nach dem zweiten und vierten Semester 15 Tage klinische Praxis absolviert.

Ab dem dritten Semester

In diesem Studienabschnitt soll den zukünftigen Medizinern vor allem ein breites Grundlagenwissen vermittelt werden. Darüber hinaus findet eine Vertiefung und Anwendung des erlernten Wissens der ersten Semester statt sowie eine Vorbereitung auf die spätere medizinische Praxis. Dafür müssen universitätsübergreifend u.a. folgende Vorlesungen und Kurse besucht werden:

  • Pathophysiologie
  • Neurologie
  • Innere Medizin
  • Dermatologie
  • Urologie
  • Gerichtsmedizin

Auch hier gibt es an den einzelnen Universitäten bestimmte Besonderheiten. In Sofia müssen die Studierenden während des sechsten Semesters wiederum 15 Tage in die klinische Praxis. Auch in Plovdiv werden dann bereits die ersten praktischen Gehversuche unternommen. Nach dem dritten und vierten Jahr (6. und 8. Semester) sind jeweils 24 Arbeitstage zu absolvieren. 12 Tage davon in der inneren Medizin und 12 Tage in der Chirurgie. In Varna stehen nach dem sechsten und achten Semester jeweils 30 Tage Praxis auf dem Programm.

Klinische Praxis

Nach Bestehen aller Prüfungen innerhalb des Studienverlaufs folgen 12 Monate praktische Tätigkeit in einer Universitätsklinik oder einer von der Universität anerkannten Klinik. Es soll eine praktische Anwendung des im Studium erlernten Wissens stattfinden, sodass eine selbstständige Arbeit als Assistenzarzt möglich ist. Die klinische Praxis unterscheidet sich von Universität zu Universität.

An der Medizinischen Universität Sofia ist es folgendermaßen geregelt:

  • Praxis im vierten, fünften und sechsten Jahr (8. – 12. Semester)
  • Im vierten und fünften Jahr insgesamt 113 Tage Praxis
  • Im sechsten Jahr 190 Tage Praxis → 30 Tage Innere Medizin → 30 Tage Chirurgie → 30 Tage Geburtenhilfe und Gynäkologie → 30 Tage Pädiatrie→ 35 Tage Infektionskrankheiten, Epidemiologie → 15 Tage Allgemeinmedizin → 20 Tage Notfallmedizin

An der Medizinischen Universität Plovdiv findet die Praxis im sechsten Jahr des Studiums statt:

  • Insgesamt 329 Tage → 98 Tage Innere Medizin → 91 Tage Chirurgie → 42 Tage Geburtenhilfe und Gynäkologie → 42 Tage Kinderheilkunde → 35 Tage Infektionskrankheiten, Epidemiologie → 21 Tage nach Wahl

Genauso wird die Praxis auch an der Medizinischen Universität Varna geregelt. Im sechsten Jahr gliedert sich die klinische Praxis dabei wie folgt:

  • Insgesamt 300 Tage → 85 Tage Innere Medizin → 75 Tage Chirurgie → 51 Tage Kinderheilkunde → 50 Tage Geburtenhilfe und Gynäkologie → Infektionskrankheiten, Epidemiologie → Allgemeinmedizin

Danach kann ein Antrag auf Approbation gestellt werden. Mithilfe der Approbation wird die Ausübung der ärztlichen Tätigkeit ermöglicht. Das Studium und damit die Approbation ist innerhalb der EU anerkannt. Ein bulgarischer Medizinabsolvent kann also problemlos einer Arzttätigkeit in Deutschland nachgehen, nachdem er seine Approbation in Deutschland als gleichwertig hat anerkennen lassen. Mit der erfolgreich abgeschlossenen bulgarischen Medizinerausbildung stehen einem also alle Türen für eine Karriere als Arzt in Europa offen!

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