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Wer Medizin in Deutschland studieren möchte, stößt schnell auf hohe Hürden: Ein exzellenter Abiturschnitt, zahlreiche Bewerber*innen und begrenzte Studienplätze machen die reguläre Zulassung schwierig. Doch es gibt eine alternative – wenn auch ungewisse – Möglichkeit: das Losverfahren.

Was ist das Losverfahren?

Das Losverfahren ist eine Art Restplatzvergabe für das Medizinstudium. Es kommt nur dann zum Einsatz, wenn nach Abschluss des regulären Auswahlverfahrens über hochschulstart.de noch einzelne Studienplätze unbesetzt bleiben – zum Beispiel, weil zugelassene Bewerber*innen ihren Platz nicht annehmen.

Studienplatz per Los

Im Unterschied zu anderen Auswahlverfahren spielt hier die Abiturnote keine Rolle. Die Plätze werden zufällig an Bewerber*innen vergeben, die sich gezielt für das Losverfahren anmelden. Dadurch erhalten auch Studieninteressierte mit weniger guten Noten eine (wenn auch geringe) Chance auf einen Medizinstudienplatz.

Voraussetzungen für die Teilnahme

  • Allgemeine Hochschulreife (Abitur)

  • Keine vorherige Bewerbung bei hochschulstart.de nötig

  • Fristgerechte und formgerechte Anmeldung bei den Universitäten

  • Meist einfache Onlineformulare – manchmal auch postalische Bewerbung

Wichtig: Das Losverfahren wird von den Universitäten selbst organisiert, nicht zentral. Das bedeutet auch, dass jede Hochschule eigene Bewerbungsfristen, Abläufe und Formulare nutzt.

Universitäten mit regelmäßigem Losverfahren

Mehrere deutsche Universitäten bieten regelmäßig ein Losverfahren für Humanmedizin an. Zu den Hochschulen, die in der Vergangenheit Plätze verlost haben, gehören:

  • Charité – Universitätsmedizin Berlin

  • Ruhr-Universität Bochum

  • Universität Bonn

  • Universität Erlangen-Nürnberg

  • Universität Freiburg

  • Universität Gießen

  • Universität Göttingen

  • Universität Greifswald

  • Universität Halle-Wittenberg

  • Universität Hamburg

  • Medizinische Hochschule Hannover

  • Universität Heidelberg

  • Universität Jena

  • Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

  • Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

  • Universität Mainz

  • Universität Münster

  • Universität Regensburg

  • Universität Rostock

  • Universität des Saarlandes

  • Universität Tübingen

  • Universität Würzburg

Ob eine Universität tatsächlich ein Losverfahren durchführt, hängt davon ab, ob nach allen Zulassungsverfahren noch freie Plätze vorhanden sind. Es empfiehlt sich daher, die Websites der Universitäten zum Semesterstart regelmäßig zu prüfen.

Wie realistisch ist ein Platz über das Losverfahren?

Die Chancen sind grundsätzlich sehr gering. Oft gibt es nur eine Handvoll Plätze – oder gar keinen. Gleichzeitig bewerben sich teils tausende Interessent*innen. Dennoch: Wer mit geringem Aufwand teilnehmen kann, sollte die Chance nutzen. Es entstehen keine Nachteile durch Mehrfachbewerbungen und meist auch keine Kosten.

Tipps für Bewerber*innen

  • Alle Universitäten im Blick behalten: Da jede Uni eigene Fristen hat, ist eine strukturierte Übersicht wichtig.

  • Regelmäßig prüfen: Manche Losverfahren starten sehr kurzfristig – besonders zu Semesterbeginn.

  • Alternative Wege einplanen: Da die Erfolgschancen minimal sind, sollte das Losverfahren nur ein Teil der Gesamtstrategie sein – zum Beispiel in Kombination mit einer Bewerbung für ein Medizinstudium im Ausland.

Fazit: Kleine Chance, aber ohne Risiko

Das Losverfahren ist keine verlässliche Zulassungsoption – aber ein möglicher Glückstreffer (mit einer hohen Erfolgschance!). Wer ohnehin auf einen Medizinstudienplatz hofft und flexibel bleibt, sollte die Chance nicht ungenutzt lassen.

Losverfahren Medizinstudium

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