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Medizinstudium im Ausland

Ein Beruf als Arzt verspricht nicht nur Prestige, sondern auch ein gutes Einkommen, und das bei einer absolut sinnstiftenden Tätigkeit. Kein Wunder also, dass der Medizinerberuf für viele deutsche Abiturienten nach wie vor ein Traumjob ist – zumal die Nachfrage nach ausgebildeten Medizinern auf dem deutschen Arbeitsmarkt aktuell und für die absehbare Zukunft erheblich ist.

Doch es gibt ein Problem: Die Zahl der Studienplätze an Deutschlands Hochschulen ist stark limitiert. Dieser Umstand wird unter anderem durch die deutsche Ärztekammer regelmäßig kritisiert. Doch die Situation hat sich in den letzten Jahren nicht verbessert, mit dem Ergebnis, dass nur etwa jeder fünfte Studienplatzbewerber wie gewünscht ein Medizin- oder Zahnmedizinstudium in Deutschland aufnehmen kann.

Dieses eins-zu-fünf-Verhältnis ist in den letzten Jahren relativ konstant geblieben. Doch die Bundesländer, die in Deutschland die Bildungshoheit innehaben, sind aus verschiedenen Gründen nicht bereit, die Zahl der Studienplätze wesentlich auszuweiten.

Auslandsstudium anstatt Wartesemester

Eine Alternative für die vielen jungen Menschen, die trotz ausgezeichneter Schulnoten und einem großen Interesse an der Medizin einen negativen Bescheid auf ihre Studienplatzbewerbung erhalten haben, ist der Weg, das Medizinstudium im Ausland zu absolvieren. Zumindest bei Universitäten, die in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union angesiedelt sind (beliebt sind unter anderem Bulgarien, Österreich, Polen, Litauen, Rumänien, Ungarn), ist eine solche Option einfach zu realisieren: Akademische Abschlüsse in einem EU-Mitgliedsstaat sind im gesamten EU-Gebiet durch das Gleichbehandlungsgebot geschützt und den örtlichen Abschlüssen gleichgestellt. Wer beispielsweise einen Abschluss einer osteuropäischen Universität hat und in Deutschland als Arzt praktizieren möchte, muss ein, je nach Bundesland etwas unterschiedliches, Anerkennungsverfahren durchlaufen und hier auch Kenntnisse der deutschen Sprache nachweisen, wenn dies nicht ohnehin die Muttersprache ist. Dieses Verfahren ist im Wesentlichen eine Überprüfung des Abschlusses und wird mit einer Urkunde abgeschlossen, die die Erlaubnis zum Tragen eines Berufstitels (Arzt, Zahnarzt) bestätigt.

EU-Inländer haben grundsätzlich ein Anrecht darauf, an einer Universität ihrer Wahl im gesamten EU-Raum ein Studium aufzunehmen und hierbei nicht gegenüber einheimischen Studenten benachteiligt zu werden. Dieser Grundsatz ist durch die Praxis in einigen Ländern, etwa Österreich (das den Zugang für ausländische Medizinstudenten begrenzt mit der Begründung, sonst seinen eigenen Bedarf an Medizinern nicht decken zu können), verweichlicht worden. Er hat aber im Wesentlichen nach wie vor Bestand. Die an den osteuropäischen Unis üblichen englischsprachigen Medizinstudiengänge, die sich speziell an Ausländer richten, werden relativ selten von einheimischen Studenten besucht – und die Absolventen beabsichtigen in den seltensten Fällen, auch beruflich in dem Land zu bleiben. Dementsprechend sind die Studiengänge darauf ausgerichtet, zügig und mit einer internationalen Ausrichtung zum gewünschten Abschluss zu gelangen.

Medizinstudium im Ausland

Deutsche Medizinstudenten begehrt

Zahlreiche medizinische Universitäten in Ost- und Südeuropa haben aus dieser Entwicklung ein Geschäftsmodell entwickelt und versuchen gezielt auf deutsche Studienanfänger zuzugehen. Durch englisch- oder teilweise sogar deutschsprachige Kurse ist die Aufnahme eines Medizinstudiums für nahezu jeden Abiturienten aus Deutschland machbar. Im Folgenden haben wir einige Argumente gesammelt, die für oder gegen den Weg ins Ausland sprechen:

Gute Argumente für ein Medizinstudium im Ausland

  • Ein Medizinstudium bzw. ein Zahnmedizinstudium kann in der Regel unabhängig von der Abiturnote aufgenommen werden, zumindest sind die Anforderungen an die schulischen Leistungen aber wesentlich günstiger als in Deutschland
  • Dadurch erübrigen sich unerreichbare NC und endlose Wartesemester
  • Englischsprachige Studiengänge sind ohne Kenntnisse der Landessprache möglich, die erst in einem späteren Studienverlauf erforderlich wird (um Patientengespräche zu führen)
  • Ein schneller Einstieg ins Studium führt auch zu einem früheren Abschluss und Berufseinstieg und zahlt sich somit finanziell aus
  • Gegenüber Deutschland moderate Lebenshaltungskosten entlasten den Geldbeutel
  • Die erworbene Auslandserfahrung bringt einen weiter, sowohl fachlich als auch charakterlich
  • Medizinische Englischkenntnisse qualifizieren zudem auch für nicht-deutsche Arbeitsmärkte, die ebenfalls interessant werden können; aber auch ein Arbeitgeber in Deutschland wird diese Zusatzqualifikation zu schätzen wissen, da Medizintourismus wirtschaftlich an Bedeutung gewinnt

Was spricht gegen ein Auslandsstudium?

  • Der Abschluss einer ausländischen Universität wird zwar anerkannt, führt möglicherweise aber zu Akzeptanzproblemen bei Arbeitgebern oder Patienten (dieser Punkt entfällt, wenn das Studium nur im Ausland begonnen, dann über einen Quereinstieg in Deutschland beendet wird)
  • Probleme mit der Landeskultur und einer unbekannten Unterrichtskultur können zu Problemen führen – je weiter weg von Deutschland, desto größer kann der „kulturelle Schock“ ausfallen
  • Gerade für junge Studienanfänger, die direkt nach dem Abitur ins Ausland wechseln und vielleicht vorher noch nie alleine gelebt haben, könnte dieser Wechsel belastend sein: Nicht jeder ist für ein Auslandsstudium geboren.
  • Zusätzliche Bürokratie gegenüber dem Studium in Deutschland, und dazu noch in einer fremden Sprache, denn nicht alles wird auf Englisch abgewickelt werden können

Fazit

Jeder muss die Argumente pro- und contra miteinander abwägen um zu sehen, ob ein Medizinstudium im Ausland die richtige Entscheidung ist. Und ob der Abschluss dann im Ausland erfolgt oder über einen Quereinstieg an einer deutschen Universität weiter studiert wird, das wäre die nächste Frage. Gerne beraten wir hierzu in einem individuellen Gespräch!

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