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Medizinstudium bei der Bundeswehr

Als Alternative zu einem Medizinstudium an einer staatlichen oder privaten Universität kann die medizinische Ausbildung bei der Bundeswehr dienen. Dabei werden Studenten bei der Bundeswehr zu sogenannten Sanitätsoffiziersanwärtern ausgebildet. Die NC-Problematik bei der Bundeswehr ist zwar noch nicht so ausgedehnt wie an den staatlichen Universitäten, doch auch bei der Bundeswehr ist ein sehr guter Abiturdurchschnitt Voraussetzung. Bei besonders gutem Abschneiden in den übrigen Testverfahren kann im Einzelfall eine Zulassung jedoch auch noch mit einem etwas schlechteren Abiturschnitt mit einer zwei vor dem Komma erlangt werden, was an einer staatlichen Universität heutzutage utopisch wäre.

Medizinstudium bei der Bundeswehr

Medizinstudium bei der Bundeswehr – durchaus eine interessante Option!

 

Zulassung für ein Bundeswehrstudium

Hier einige Grundvoraussetzungen für angehende Studenten. Wer diese nicht komplett erfüllt oder ein Problem mit einem Punkt hat, kann sich die Mühe sparen, denn seine Unterlagen landen im Karrierezentrum der Bundeswehr sofort im Papierkorb!

  • Bewerber müssen mindestens 17 Jahre alt sein, das Höchstalter beträgt 29 Jahre.
  • Das Abitur wird vorausgesetzt, ein Medizinstudium ohne Abitur ist bei der Bundeswehr also nicht möglich.
  • Die deutsche Staatsangehörigkeit ist erforderlich, Ausländer dürfen sich nicht bewerben, dies gilt auch für EU-Staatsbürger.
  • Außerdem muss man unbegrenzt bereit sein, sich innerhalb von Deutschland versetzen zu lassen.
  • Die spätere und nicht unwahrscheinliche Teilnahme an internationalen Einsätzen (auch in Krisengebieten) muss akzeptiert werden.

Das Testverfahren der Bundeswehr für Bewerber für die Medizinstudienplätze besteht aus folgenden Teilabschnitten:

  • Computergestützter Eignungstest
  • Ärztliche Begutachtung
  • Sporttest
  • Bewerbergespräch
  • Gruppensituationsverfahren

Beim computergestützten Eignungstest werden die sprachlichen und mathematischen Fähigkeiten sowie das logische Denken, die Konzentrationsfähigkeit sowie das technische Verständnis der Bewerber getestet. Der Sporttest der Bundeswehr besteht aus drei Prüfungsstationen:

  1. Station: 11 x 10m Sprinttest
  2. Station: Klimmhang
  3. Station: 3000m Fahrradergometer

Das Bewerbergespräch findet mit einem Offizier und einem Psychologen oder einer Psychologin statt und soll einen persönlichen Eindruck des Bewerbers vermitteln. Beim sogenannten Gruppensituationsverfahren wird mit weiteren Bewerberinnen und Bewerbern eine gemeinsame Gruppendiskussion geführt. Zudem muss ein Kurzvortrag vorbereitet und vor anderen Bewerbern und Bewerberinnen vortragen werden.

Das Medizinstudium bei der Bundeswehr findet an einer öffentlichen Universität statt, da der Bundeswehr ein bestimmtes Kontingent an Studienplätzen zur Verfügung steht. Für die Dauer des Studiums werden die Studenten vom aktiven Dienst beurlaubt und erhalten ein Ausbildungsgeld in Höhe des dem Dienstgrad entsprechenden Gehalts. Im Gegensatz zum Medizinstudium an einer staatlichen Universität also ein riesiger Vorteil, da die Studenten bereits während des Studiums mit knapp 1.600 € netto pro Monat entlohnt werden.

Wie viele Medizinstudienplätze gibt es bei der Bundeswehr?

Bei der Bundeswehr kamen in den vergangenen Jahren auf rund 250 Studienplätze knapp 1300 Bewerbungen. Das Verhältnis von Bewerbungen zu Studienplätzen bei der Bundeswehr ist also mit der Ratio des normalen Medizinstudiums vergleichbar. Ein Studium bei der Bundeswehr unterscheidet sich jedoch ansonsten in vielerlei Hinsicht von einem regulären Studium. So wird neben dem Studium die militärische Ausbildung zum Offizier abgeschlossen. Vor Aufnahme des Studiums verpflichten sich die Studenten außerdem, mindestens 17 Jahre für die Bundeswehr zu arbeiten, bestehend aus rund 7 Jahren Studium und 10 Jahren Dienst als Militärarzt. Zahlreiche Versetzungen innerhalb Deutschlands sind dabei eher die Regel als die Ausnahme.

Vor- und Nachteile

Die Jobchancen als Mediziner sind auch im zivilen Sektor sehr vielfältig – und die Aufstiegschancen besser, vom höheren Gehalt ganz zu schweigen. Daher kündigen viele Bundeswehrärzte nach der verpflichtenden Zeit von 17 Jahren, um sich beispielsweise mit einer eigenen Praxis selbstständig zu machen. Aus der Angst vor der Entsendung in ein Kriegsgebiet ziehen Bewerber zudem häufig die lange Wartezeit einer Ausbildung an einer öffentlichen Einrichtung vor. Zudem besitzt der Medizinstudent bei der Bundeswehr weniger Freiräume als ein Medizinstand einer staatlichen Universität. Ein Urlaubssemester für eine Weltreise, ein verlängertes Studium, um weniger Leistungsdruck zu haben oder ein Au-pair-Aufenthalt während der Semesterferien sind eher Ausnahme als Regel.

Mit dem Sanitätsoffiziersanwärter (-in) bietet die Bundeswehr interessierten Abiturienten ein Studium mit guter Bezahlung und anschließender praktischer Tätigkeit in den Bereichen Human-, Zahn- und Tiermedizin sowie Pharmazie oder Lebensmittelchemie an. Hierdurch können Abiturienten den hohen NC der staatlichen Universitäten umgehen und Wartesemester vermeiden. Doch mittlerweile schnellt auch der Bundeswehr-NC immer weiter in die Höhe.

Medizin bei der Bundeswehr – oder Auslandsstudium?

Um wirklich auf Nummer sicher zu gehen und auch nach dem Studium komplette Unabhängigkeit zu genießen, bietet sich ein Medizinstudium im Ausland an. Bulgarien besticht dabei durch eine gute Ausbildung zu günstigen Studiengebühren. Das Team von medigate berät fachkundig, seriös und professionell zum Auslandsstudium in Bulgarien und informiert auch über die Vor- und Nachteile des Medizinstudiums bei der Bundeswehr. Sicherlich sind der – etwas – einfachere Zugang zum Studium und natürlich die Bezahlung gute Argumente für die Bundeswehrkarriere. Aber das Leben als Soldat ist nicht für jeden geeignet, und auch hier gibt es viel mehr Bewerber als zu vergebende Studienplätze – es ist also gut, einen Plan B zu haben!

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Medizinstudium in Bulgarien

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